Hintergründe


Aktionsradius der DRI
Unser Aktionsradius

Die Deutsche Renten Information ist das zentrale Bindeglied zwischen Politik, Gewerkschaften, Verbänden, Arbeitgebern, der Versicherungs- und Finanzwirtschaft sowie zu Wissenschaft und Medien.


Die Deutsche Renten Information...


1. schafft Informationsstandards
2. etabliert Datenstandards
3. leistet Grundlagenarbeit


4. verbindet Mitglieder über regelmäßigen Informationsaustausch.
5. fördert den Aufbau von Know-how mittels der Einrichtung von Kompetenzgremien.



Die Deutsche Renten Information leistet KEINE...




Check Deine Rente: Prototyp soll 2019 stehen


Mit zehn leistungsstarken Partnern aus Finanzindustrie und Wissenschaft hat die Deutsche Renten Information e.V. (DRI) die Arbeit an einem Prototyp begonnen. Bei der offiziellen Kick-Off-Veranstaltung am 07. Mai 2018 in Frankfurt/Main wurde ein gemeinsamer Aktionsplan erarbeitet, der nun Schritt für Schritt umgesetzt wird. Die DRI ist unabhängig, neutral und schafft mit ihrem Prototyp eine offene Plattform für alle privaten und öffentlichen Rententräger.

Bis spätestens Ende 2019 sollen Nutzer und Nutzerinnen einfach, datensicher und auf Knopfdruck ihre gesamten Alterseinkünfte einsehen können. Im Testbetrieb wird damit erstmals in Deutschland ein automatisierter und standardisierter Überblick über alle drei Säulen der Altersvorsorge möglich sein.

Die zu entwickelnde Renten-Info Plattform basiert auf einer Pilotstudie aus dem letzten Jahr mit über 10.000 Teilnehmern unter Leitung von Professor Dr. Andreas Hackethal, Finanzexperte der Frankfurter Goethe Universität und Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Renten Information. Unter realen Bedingungen wurde getestet, wie Renteninformationen aufbereitet und für jeden verständlich dargestellt werden sollen.

Dieser Renten-Check verbesserte nicht nur den Informationsstand der Teilnehmer deutlich, sondern steigerte auch Kontrollgefühl und Bereitschaft zur Vorsorge. So gaben anfangs 70 Prozent der Teilnehmer an, dass ihnen einerseits der Überblick über ihre Rentenansprüche fehle und sie andererseits zu wenig sparten. Schon nachdem sie per Renten-Info erstmals ihre zusammengefassten Alterseinkünfte eingesehen hatten, fühlten sich knapp 60 Prozent besser informiert. Jeder Zweite will aufgrund der Ergebnisse aktiv werden. Tatsächlich ergab die Auswertung anonymisierter Finanzdaten, dass die Teilnehmer mit Renten-Info in den Folgemonaten im Schnitt deutlich mehr sparten als eine Kontrollgruppe.

"Mehr Transparenz bei der Rente ermöglicht bessere Vorsorge-Entscheidungen", sagt Prof. Hackethal. Nun sei der Zeitpunkt, dies mit der Renten-Info Plattform einfach, säulenübergreifend und datensicher zu ermöglichen. „Unser Pilotprojekt hat zudem klargestellt, dass Renten-Informationen automatisiert auf Knopfdruck geliefert werden müssen. Sonst ist der Aufwand für die meisten einfach zu groß. Unser Prototyp soll auch hierfür die Blaupause liefern“.

Im Koalitionsvertrag 2018 zwischen Union und SPD ist Rententransparenz vorgesehen. "Wir werden eine säulenübergreifende Renteninformation einführen, mit der Bürgerinnen und Bürger über ihre individuelle Absicherung im Alter Informationen aus allen drei Säulen erhalten und möglichen Handlungsbedarf erkennen können", heißt es dort. Die säulenübergreifende Renteninformation solle "unter Aufsicht des Bundes stehen."

Die DRI-Plattform wird diese Kriterien erfüllen: Sie informiert neutral und datensicher. Sie wird so programmiert, dass keine personenbezogen Daten zentral gespeichert werden. Allein der Nutzer und die Nutzerin haben Zugriff. Um Renten-Infos über alle drei Säulen auf Knopfdruck zu gewährleisten, wird es notwendig sein, dass sowohl die privaten und betrieblichen Versicherungsdienstleister als auch die Deutsche Rentenversicherung Bund kooperieren. "Wir sind als neutraler und unabhängiger Akteur dazu in Gesprächen mit den jeweiligen Verantwortlichen und freuen uns über jede Unterstützung", sagt Prof. Hackethal.

Bei der Entwicklung des Prototypens wird die Deutsche Renten Information e.V. von mehreren Unternehmen aus der Versicherungs-, Banken-, Fonds und Technologiebranche und von Forschern der Goethe Universität und des Münchner Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik unterstützt. Sie treiben die Entwicklung nun in verschiedenen Arbeitsgruppen voran, die sich beispielsweise um die Aufbereitung der individuellen Rentendaten, den Datenschutz, die Schnittstellenanbindung und die Front-End-Darstellung kümmern.

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