• Neueste Beiträge

    Viele Deutsche verstehen ihre Renteninformation nicht

    30. Mai 2018
    Artikel aus der FAZ vom 15.05.2018 Die Verwirrung ist groß. Deshalb soll eine einheitliche Darstellung aller Ansprüche her. Die Koalition unterstützt das. Den Prototyp könnte es schon bald geben. pik. Frankfurt, 15. Mai. Die jüngste Umfrage der Fondsgesellschaft Fidelity International kommt einem wie bestellt vor. Bestellt von den Befürwortern einer einheitlichen Darstellung aller Rentenansprüche über […]

    Mangelnde Transparenz blockiert dringend notwendige Eigeninitiative gegen Altersarmut

    17. Mai 2016
    PRESSEMITTEILUNG PwC übergibt Positionspapier zur Transparenzoffensive an Kanzleramtschef Peter Altmaier Bei der Altersabsicherung fehlt der transparente und verständliche Überblick über die eigene Situation. Notwendiges Handeln wird blockiert, wenn der Status zur individuellen Vorsorge unklar ist. Die zu geringe Bereitschaft zur eigenverantwortlichen Vorsorge und das langfristig sinkende Rentenniveau gewinnen vor dem Hintergrund aktueller Debatten über drohende Altersarmut […]

    Studie: zu wenig Klarheit in der Altersvorsorge

    28. Januar 2015
    PRESSEMITTEILUNG MLP-Studie: Standmitteilungen setzen von Versicherten zu viel Fachwissen voraus – ein verständlicher und einheitlicher Überblick fehlt. Die Untersuchung ist ein deutlicher Hinweis auf notwendigen Verbesserungsbedarf bei Informationen zu Alterseinkünften. Die unabhängige Deutsche Renten Information hat eine Studie zur aktuellen Situation und zur Qualität von Standmitteilungen angeregt, die nun vom Finanz- und Vermögensberater MLP durchgeführt […]

    Wolfgang Steiger als Beiratsvorsitzender berufen

    20. Januar 2015
    PRESSEMITTEILUNG Wolfgang Steiger übernimmt Vorsitz des Beirates der Deutschen Renten Information Der Vorstand der Deutschen Renten Information hat Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates Deutschland, zum Beiratsvorsitzenden berufen. Die Deutsche Renten Information ist eine neutrale digitale Plattform, die zukünftig die relevanten Daten zur Altersvorsorge individuell zusammenfassen und visualisieren soll. Nach skandinavischem Vorbild kann jeder den Überblick […]

    Anlegerschutz braucht mehr Eigenverantwortung

    10. Juli 2014
    In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10. Juli 2014 erklären Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Professor Dr. Andreas Hackethal von der Goethe-Universität Frankfurt, welche Instrumente benötigt werden, damit Sparer fundiert und eigenverantwortlich Entscheidungen für Finanzprodukte und Anlagestrategien treffen können. Bei der Anlageberatung müssen Kunde und Berater zusammenarbeiten, damit das Ergebnis für […]

    Projekt Deutsche Renten Information

    3. März 2014
    Eine stabile Zukunftssicherung ist für die Bürger elementar und zudem eine wichtige Basis für den dauerhaften sozialen Frieden in unserem Land. In diesem Kontext ist ein sinnvolles Zusammenwirken zwischen den staatlichen Sozialversicherungssystemen und der eigenverantwortlichen Vorsorge notwendig. Das ist die Grundlage für einen neuen, fairen Ausgleich zwischen Jung und Alt, welcher einer drohenden Altersarmut entgegen wirkt. Um […]

Meinungsbeitrag von Prof. Andreas Hackethal: Durchblick statt Versprechungen

23. August 2018
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Kaum sind die Politiker aus der Sommerpause zurück, geht der Streit um die Rente wieder los. Am Wochenende war es Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) mit der Forderung, die Höhe der Renten bis zum Jahr 2040 statt wie bisher zum Jahr 2025 zu garantieren. Stimmt die Union nicht zu, droht er mit einem Rentenwahlkampf. Scholz sieht die Rentengarantie als Waffe gegen Populismus. “Stabile Renten verhindern einen deutschen Trump”, zitiert ihn die “Bild am Sonntag”.

Dass die Union umgehend konterte, gehört zum politischen Handwerk. Was aber ist von dem Argument zu halten, mit stabilen Renten gegen Populismus anzugehen?

Niemand wird bezweifeln, dass die finanzielle Bildung der Menschen auch hierzulande verbessert werden muss. Doch gerade bei der Rente ist die Politik hier leider wenig hilfreich. Zum einen ist das dort benutzte Fachvokabular wie “doppelte Haltelinien”, “Demografiereserven” und auch der berühmte “Eckrentner” kaum greifbar und schwer verständlich. Zum anderen aber haben es Politiker aller Parteien bislang versäumt, den Bürgern und Bürgerinnen Informationen über alle Renteneinkünfte leicht verständlich, datensicher und auf Knopfdruck zu ermöglichen.

Die Rentenreformen der vergangenen Jahre haben ja gerade darauf abgezielt, neben der gesetzlichen Rente mit der betrieblichen und privaten Rente auch die beiden anderen Säulen der Altersversorgung zu stärken. Wer jedoch wissen will, was er oder sie im Alter daraus an Gesamteinkünften ziehen kann, muss mühselig diverse mehr oder weniger verständliche Standmitteilungen aus Aktenordnern kramen. Ist das geschafft, sind die versprochenen Zahlungen mal in jährlichen Raten, mal in monatlichen Raten ausgewiesen, mal brutto und mal netto. Dies alles ist so kompliziert, dass selbst studierte Mathematiker oft aufgeben.

 

Wer den Bürgern deshalb Sicherheit bei der Rente verschaffen will, sollte für Durchblick sorgen. Obwohl im derzeitigen (und vorherigen) Koalitionsvertrag vorgesehen und in Ländern wie Dänemark und Schweden längst eingeführt, gibt es in Deutschland noch kein Instrument, mit dem Bürger und Bürgerinnen auf einen Blick ihre gesamten Alterseinkünfte sehen können.

Wir brauchen deshalb in Deutschland dringend ein datensicheres und einfach zu handhabendes Rentencockpit, mit dem jeder und jede alle Alterseinkünfte auf einen Click abrufen kann. Die so in Euro und Cent ermittelte Summe verschafft den Menschen mehr Sicherheit als jede Diskussion um ein abstraktes Rentenniveau.

Dies ist nicht nur die Erkenntnis aus meiner langjährigen Beschäftigung mit der Vermittlung von Finanzwissen, sondern auch das Ergebnis der ersten groß angelegten wissenschaftlichen Studie zur Wirkung derartiger Rentencockpits. Mit Hilfe zweier großer Finanzinstitute haben die Goethe Universität Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Max-Planck Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik und der Deutschen Renten Information e.V. (DRI) über 20 000 Menschen die Möglichkeit geboten, sich Durchblick über ihre gesamten Alterseinkünfte zu verschaffen.

Wer bis zum Schluss durchhielt – und das war mit über tausend Teilnehmern eine repräsentative Stichprobe – erhielt sein persönliches Rentencockpit. Der Name ist bewusst gewählt: wie im Auto wollten wir eine auf den ersten Blick zu erfassende und möglichst einfache Darstellung erreichen. Statt Jahressummen auszuweisen, haben wir uns analog zu den Gehaltszahlungen auf die monatlich zu erwartenden Einkünfte konzentriert. Sie wurden als garantierte sowie zusätzlich mögliche Summe gezeigt und zudem in Brutto- und Netto-Werte aufgeteilt.

Sagten uns vorher mit 66 Prozent zwei von drei Befragten, sie könnten ihr Alterseinkommen nicht einschätzen, fühlten sich nun 61 Prozent gut über die Altersvorsorge informiert. 64 Prozent empfinden das Rentencockpit als klar hilfreich.

Diese Werte machen deutlich, wie nützlich ein derartiges Rentencockpit für Durchblick bei der Altersvorsorge wäre. Die Deutsche Renten Information e.V. (DRI) hat deshalb

im Mai 2018 mit zehn leistungsstarken Partnern aus Finanzindustrie und Wissenschaft die Arbeit an einem Prototyp für ein derartiges Rentencockpit begonnen. Wir wollen bis spätestens Ende 2019 eine offene Plattform für alle privaten und öffentlichen Rententräger schaffen, auf der Nutzer und Nutzerinnen einfach, datensicher und auf Knopfdruck ihre gesamten Alterseinkünfte einsehen können.

Wer als Politiker verhindern will, dass politverdrossene Bürger vermeintliche Sicherheit bei Populisten suchen, sollte deshalb schnellstens die im Koalitionsvertrag vorgesehenen gesetzlichen Voraussetzungen für ein solches Rentencockpit schaffen. Das ist Durchblick statt Versprechungen – und solide Sozialpolitik gegen Populismus.

Andreas Hackethal ist Finanzprofessor an der Goethe-Universität Frankfurt und Vorstandsvorsitzender der Deutsche Renten Information e.V. (DRI). Die DRI ist eine neutrale Plattform, die Bürger und Bürgerinnen alle wichtigen Daten ihrer Altersvorsorge einfach, sicher und auf Knopfdruck zur Verfügung stellt. Die Datenhoheit liegt beim Einzelnen, so dass alle Sicherheitsinteressen ausgewogen gewahrt werden.

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